Durch Wiesen und Wälder im Elsterland

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Wandertour entlang der Schwarzen Elster

Falkenberg, die idyllisch gelegene Kleinstadt im westlichen Teil des Elbe-Elster-Landes im Süden Brandenburgs, ist Ausgangspunkt dieser Wandertour für geschichtlich interessierte und ausdauernde Naturliebhaber:innen. Die Tour führt durch Auen, Wiesen und Wälder zur Schwarzen Elster und ein Stück an diesem Fluss entlang. 

Ausflügler:innen lernen den historischen Stadtkern von Uebigau mit seinem reizvollen Schloss kennen, das Dorf München, das genauso heißt wie die bayrische Landeshauptstadt, und das größte erhalten gebliebene Hügelgräberfeld seiner Art in Mitteleuropa. Für die 20 Kilometer lange Wandertour, die eine gute Kondition erfordert, sollte man sechs Stunden reine Wanderzeit einplanen. In Falkenberg und Uebigau bestehen Einkehrmöglichkeiten. 

Ehemaliges Gutshaus ist rund 150 Jahre alt

Vom Bahnhof Falkenberg geht es nach rechts in die Bahnhofstraße. Nach etwa 300 Metern erreicht man die Uebigauer Straße und überquert die Bahngleise. Anschließend geht es in die Schützenstraße und unter den Gleisen hindurch. Dann führt der Weg nach links durch den Schmerkendorfer Forst und danach durch Auen und Wiesen entlang der Bahngleise nach Uebigau. Hinter dem Bahnhof von Uebigau passiert man ein idyllisches Waldstück, bevor die Route wieder in nördlicher Richtung zum Schloss und Park Uebigau führt.

Das ehemalige Gutshaus ist etwa 150 Jahre alt. Der neobarocke Stil mit Elementen des Jugendstils geht auf ältere Vorgängerbauten zurück. Zum Schloss gehört der etwa zwei Hektar große Schlosspark mit einem Teich. Besonders eindrucksvoll ist der Park im späten Winter: Tausende Schneeglöckchen kündigen das nahende Frühjahr an. 

Blick auf ein Schloss mit Park an einem See.
Schloss und Park Uebigau

Der Uebigauer Schlosspark wurde vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts als Park zum Rittergut Uebigau angelegt. Es ist ein typischer Gutspark des kleinen Landadels. Das Schlossumfeld wurde in den letzten Jahren mustergültig saniert. Am besten nimmt man sich noch ein wenig Zeit für den Ort und flaniert gemütlich durch den hübsch sanierten historischen Stadtkern von Uebigau. Über den Marktplatz gelangt man zur St.-Nikolaikirche. 

Eine kleine Stärkung für die nächste Etappe gefällig? Aus der Ringstraße kommend, geht es nach rechts in die Torgauer Straße. Sie führt zum westlichen Ortsausgang bis zur Gaststätte „Waldschlößchen“, wo regionale Spezialitäten warten. Gäste werfen auch gern einen Blick in die historische Speisekarte des Hauses, die einen kulinarischen Weg in längst vergangene Zeiten der Stadtgeschichte weist (Öffnungszeiten: Mi–Fr 15–21 Uhr, Sa 11–21 Uhr, So 11–16 Uhr). 

Ein europaweit einmaliges Hügelgräberfeld

Nun geht es über die Torgauer Straße zurück zur Altstadt. Aus der Doberluger Straße biegt man in die Wahrenbrücker Straße ein und hält sich an der zweiten Gabelung links. Durch Wiesen führt der Weg aus Uebigau hinaus zur Schwarzen Elster. Am Fluss links halten, um auf den Schwarze-Elster-Radweg zu gelangen. Nach etwa 500 Metern führt die Route an dem kleinen Dorf München vorbei, das auf der anderen Seite der Schwarzen Elster liegt. Alljährlich wird hier sogar das Oktoberfest gefeiert.

Auf dem gut asphaltierten Elsterradweg lässt es sich bequem wandern. In Bomsdorf angekommen hält man sich links, nun geht es durch Wiesen und Felder zurück in Richtung Falkenberg zum Erholungsgebiet Kiebitz. Nördlich davon befindet sich ein europaweit einmaliges Hügelgräberfeld. Tipp für alle, die jetzt schon an den nächsten Sommer denken: Der „Kiebitzsee“, nahe dem Städtchen Falkenberg/Elster gelegen, ist eine Oase der Erholung. Der frei zugängliche See liegt inmitten von Wiesen, Feldern, Kiefern- und Laubwäldern und hat mit seiner 70 Hektar großen Wasserfläche eine hohe Wasserqualität aufzuweisen. Ein modernes Glamping-Dorf, zwei Bungalowsiedlungen und ein Campingplatz mit 150 Stellflächen machen einen längeren Urlaub am See möglich. Eine Snackbar mit Biergarten sowie ein Eiscafé finden Besucher:innen an der Strandpromenade, auch WLAN steht den Gästen auf dem Campingplatz zur Verfügung. 

Blick auf den Eingangsbereich der Gaststätte Waldschlößchen.
Waldschlößchen Uebigau

Neben dem Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich bietet das Seegebiet viele Alternativen auch an Land. Ein ausgebauter Wander- sowie Radweg lädt zu Spaziergängen oder Radtouren um den See ein. Fahrräder, Pedal-Gokarts, Tretboote, Kanus und SUPs können bei einer Ausleihstation gemietet werden. 

Der Hörsteweg und der Kiebitzer Weg führen nun zurück zur Uebigauer Straße. Dort biegt man rechts ein und überquert die Bahngleise. Dann geht es nach links in die Bahnhofstraße, durch die man zum Bahnhof zurückgelangt. Wer bis zur Abfahrt des Zuges noch etwas Zeit hat, kann gemütlich im lauschigen Biergarten des Hotels und Restaurants „Kronprinz“ entspannen und die Erlebnisse des Tages Revue passieren lassen.

Anreise

  • Hinfahrt: z. B. um 9.09 Uhr mit dem RE4 ab Berlin Hbf bis Bf Falkenberg (Elster)
  • Fahrzeit: 1 Stunde 35 Minuten
  • Rückfahrt: z. B. um 19.18 Uhr

Ticket-Tipp

Eine 24-Stunden-Karte für die Fahrt von Berlin nach Falkenberg (Elster) und zurück kostet 38 Euro.

Günstiger fährt man mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket (BBT). Es gilt Mo–Fr von 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages sowie Sa + So und an Feiertagen von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages. Es kostet 36,50 Euro und kann von Gruppen bis zu fünf Personen genutzt werden. Darüber hinaus können bis zu drei Kinder (6–14 Jahre) kostenlos mitgenommen werden. 

Wer das Deutschlandticket nutzt, kommt auch damit bis nach Falkenberg (Elster). 

Weitere Informationen hier: bahn.de/brandenburg | vbb.de

Tipps für den Ausflug

Brandenburgisches EisenbahnmuseumSchwarzer Weg, 04895 Falkenberg/Elstereisenbahnmuseum-falkenberg.de

Falkenberger Aquaristik-Terraristik-Tage17. Oktober 13–18 Uhr, 18. Oktober 10–16 UhrZahlreiche Aussteller:innen präsentieren eine beeindruckende Vielfalt an exotischen Fischen, Reptilien, Pflanzen und Zubehör. | aquaristik-falkenberg-elster.de

Haus des Gastes Lindenstr. 6, 04895 Falkenberg/Elster

Text: terra press, punkt 3, 08.10.2026