Informationen zur Stadtbahnsperrung des Regionalverkehrs in Berlin ab 14. Juni 2026

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Alle Infos zur Stadtbahn-Sperrung für den Regionalverkehr

Umleitungen und Ausfälle im Regionalverkehr aufgrund von Bauarbeiten zwischen Berlin Ostbahnhof und Berlin-Charlottenburg vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026

Auf der Berliner Stadtbahn finden vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026 umfangreiche Bauarbeiten statt. Fern- und Regionalzüge werden umgeleitet oder nur auf Teilstrecken eingesetzt. Betroffen sind die Regional-Express-Linien RE1, RE2 und RE7 sowie die Regionalbahnlinien RB14, RB21 und RB23 im Abschnitt zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin Ostbahnhof. Seit dem 2. Oktober sind im Zuge der Generalsanierung Berlin-Spandau – Lehrte (bei Hannover) zusätzlich Umleitungen und Ausfälle auf den Linien RE4 und RE7 zu beachten.

Fahrgäste müssen sich auf längere Fahrzeiten, Umleitungen oder den Umstieg in die S-Bahn gefasst machen. Die Linien S3, S5, S7, S75 und S9 fahren auf der Stadtbahn im gewohnten Takt mit Halt in Berlin-Charlottenburg, Zoologischer Garten, Berlin Hauptbahnhof, Friedrichstraße, Alexanderplatz und Ostbahnhof. Zusätzlich wird stellenweise ein Ersatzverkehr eingerichtet. 

So kommst du während der Stadtbahn-Sperrung ans Ziel

Ob Umleitung, S-Bahn oder Ersatzverkehr: Die jeweils beste Verbindung während der Stadtbahn-Sperrung vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026 kannst du in allen aktuellen Fahrplanmedien abrufen:

Alle Meldungen zu Baumaßnahmen in Berlin und Brandenburg findest du in der DB Regio Verkehrsinfo Berlin-Brandenburg. 

Diese Regionalverkehrslinien sind von den Bauarbeiten betroffen

Die Züge des Regionalverkehrs müssen wegen der Bauarbeiten auf der Stadtbahn umgeleitet werden. Dabei werden die Züge jeweils so weit wie möglich in die Stadt hineingeführt, so dass ein direkter Umstieg in die S-Bahn oder andere Regionallinien möglich ist.

Der FEX ab Berlin Hauptbahnhof und die S-Bahnlinie S9 fahren wie gewohnt zum Flughafen BER.

Die betroffenen Linien und Umsteigemöglichkeiten im Überblick 2. Bauphase: 2. Oktober – 12. Dezember 2026

Magdeburg – Frankfurt (Oder)

Status während der Sperrung:

  • Ausfall zw. Berlin-Charlottenburg und Berlin Ostbahnhof
  • Teilung der Linie: Magdeburg Hbf – Brandenburg Hbf – Potsdam Hbf – Berlin-Charlottenburg // Berlin Ostbahnhof – Erkner – Fürstenwalde – Frankfurt (Oder)

Alternative/Umfahrung: 

Umstieg in die S-Bahn ab Charlottenburg/Ostbahnhof

Ende des Expander-Inhaltes
Nauen – Cottbus

Status während der Sperrung: 

Umleitung zw. Berlin-Spandau und Königs Wusterhausen über Berlin Jungfernheide (einzelne Züge), Berlin Gesundbrunnen, Ostkreuz und Schöneweide

Alternative/Umfahrung: 

Umstieg in die S-Bahn/U-Bahn ab Spandau/Gesundbrunnen/Ostkreuz/Schöneweide/Königs Wusterhausen

Ende des Expander-Inhaltes
Stendal – Falkenberg (Elster)

Status während der Sperrung:

  • Streckensperrung zwischen Stendal, Rathenow und Berlin-Spandau
  • Veränderte Streckenführung: Nauen – Falkensee – Berlin-Spandau – Berlin Jungfernheide – Berlin Hauptbahnhof – Berlin Potsdamer Platz – Berlin Südkreuz – Berlin-Lichterfelde Ost – Ludwigsfelde – Luckenwalde – Jüterbog – Falkenberg (Elster) 

Alternative/Umfahrung: 

Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Stendal, Rathenow und Berlin-Spandau

Ende des Expander-Inhaltes
Wittenberge – Berlin-Charlottenburg

Status während der Sperrung:

Verkürzte Streckenführung: Wittenberge – Pritzwalk – Wittstock (Dosse) – Neuruppin – Kremmen – Velten – Hennigsdorf

Alternative/Umfahrung: 

Weiterfahrt mit RB21 ab Hennigsdorf

Ende des Expander-Inhaltes
Dessau – Senftenberg

Status während der Sperrung:

  • Ausfall zw. Berlin-Charlottenburg und Berlin Ostbahnhof
  • Teilung der Linie: Dessau Hbf – Bad Belzig – Michendorf – Berlin-Charlottenburg //Berlin Ostbahnhof – Königs Wusterhausen – Lübbenau – Senftenberg
  • Umleitung einiger Fahrten zwischen Berlin-Wannsee und Berlin Gesundbrunnen in den Nachtstunden 

Alternative/Umfahrung: 

  • Umstieg in die S-Bahn ab Charlottenburg/Ostbahnhof
  • Zum BER: FEX/RE20 ab Berlin Hbf (tief) oder RE20/RB22 ab Königs Wusterhausen
Ende des Expander-Inhaltes
Nauen – Berlin Ostbahnhof

Status während der Sperrung: 

Umleitung und Verknüpfung mit der Linie RE4: Nauen – Falkensee – Berlin-Spandau – Berlin Jungfernheide – Berlin Hauptbahnhof – Berlin Potsdamer Platz – Berlin Südkreuz – Berlin-Lichterfelde Ost – Ludwigsfelde – Luckenwalde – Jüterbog – Falkenberg (Elster) 

Alternative/Umfahrung: 

Umstieg in die S-Bahn ab Berlin-Spandau

Ende des Expander-Inhaltes
Potsdam – Berlin Gesundbrunnen

Status während der Sperrung: 

  • Streckensperrung zwischen Stendal, Rathenow und Berlin-Spandau
  • Veränderte Streckenführung: Priort – Marquardt – Golm – Potsdam Park Sanssouci – Potsdam-Charlottenhof – Potsdam Hbf – Potsdam-Griebnitzsee – Berlin-Wannsee – Berlin-Charlottenburg – Berlin-Spandau – Falkensee – Hennigsdorf

Alternative/Umfahrung: 

  • Ersatzverkehr mit Bussen von Priort in Richtung Elstal, Dallgow-Döberitz, Falkensee sowie Wustermark, Nauen
  • Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Stendal, Rathenow und Berlin-Spandau
Ende des Expander-Inhaltes
Golm – Berlin Ostbahnhof

Status während der Sperrung: 

Ausfall der Linie

Alternative/Umfahrung: 

  • Nutzung u. a. der Linie RB21 zwischen Golm – Potsdam – Berlin
  • S-Bahn ab Potsdam Hbf
Ende des Expander-Inhaltes

Weitere Infos zu den Änderungen während der Stadtbahn-Sperrung: vbb.de/stadtbahnsperrung

Bitte auch die Änderungen während der Sperrung der Lehrter Bahn beachten: vbb.de/Lehrte-Berlin

Infos zu Baustellen und Störungen bei der S-Bahn: sbahn.berlin/fahren/bauen-stoerung 

„Wir haben ein gemeinsames Ziel“

Interview mit Katja Bleich von DB InfraGO

Katja Bleich von DB InfraGO leitet das Team der Projektingenieure im Netz Berlin und übernimmt damit eine wichtige Koordinationsfunktion. Im Interview erzählt sie, warum die Sperrung der Berliner Stadtbahn notwendig ist, welche Maßnahmen stattfinden und welche Herausforderungen das Projekt mit sich bringt. 

Wofür ist die sechsmonatige Stadtbahn-Sperrung nötig?

Eines der zentralen Projekte der Stadtbahn-Sperrung ist der Neubau eines Weichentrapezes am Berliner Hauptbahnhof. Das sind vier Weichen, die den Gleiswechsel und den Wechsel der Fahrtrichtung zwischen zwei Gleisen ermöglichen. Allein dafür hätten wir die Stadtbahn sperren müssen. Außerdem erneuern wir 14 Weichen im Ostbahnhof. In diesem Zeitraum bündeln wir nun eine Vielzahl weiterer Maßnahmen, die für die Instandhaltung dringend notwendig sind. 

Die S-Bahn kann in diesem Zeitraum weiterhin fahren? 

Genau. Es war unser klares Ziel, unseren Fahrgästen jederzeit eine Verbindung auf der Stadtbahn zu ermöglichen. Die S-Bahn fährt während der Sperrung der Fern- und Regionalbahngleise wie gewohnt. Voraussichtlich 2027 erfolgen die erforderlichen Arbeiten auf der S-Bahntrasse. Dann können die Fahrgäste anstelle der S-Bahn wieder die Fern- und Regionalzüge nutzen. 

Welche Arbeiten finden während der Stadtbahn-Sperrung im Einzelnen statt?

Kernstücke der Baumaßnahmen sind das neue Weichentrapez im Hauptbahnhof, die Erneuerung von Fahrbahnübergangskonstruktionen an Brückenbauwerken und die Erneuerung von Schienen zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Zoologischer Garten. Am Ostbahnhof werden 14 Weichen neu verlegt und wir nutzen die Sperrung auch für Maßnahmen im Brandschutz und an den Hallendächern in den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Ostbahnhof. 

Außerdem wird der Zeitraum für Instandhaltungsmaßnahmen genutzt?

Richtig, neben den genannten Erneuerungsmaßnahmen tauschen unsere Bautrupps beispielsweise Schienenbefestigungen aus, setzen Weichen und das Entwässerungssystem instand, reinigen die Gleise und kümmern sich um die Oberleitungsanlage. 

Welchen Vorteil hat das für die Fahrgäste?

Unser Ziel ist es, den reibungslosen Betrieb auf der Stadtbahn langfristig sicherzustellen. Das neue Weichentrapez am Hauptbahnhof wird den Schienenverkehr auf der Stadtbahn stabilisieren, weil wir dadurch bei Baustellen oder Störungen die Züge flexibler einsetzen können. Dass wir nun auch weitere wichtige Maßnahmen in dem Zeitraum umsetzen, erspart spätere kleinteilige Einschränkungen auf der Strecke. Denn die regelmäßige Instandhaltung oder Erneuerung ist unerlässlich, um die hoch frequentierte Schieneninfrastruktur zu erhalten. 

Was sind Ihre Aufgaben bei diesem Großprojekt? 

Ich leite unser fünfköpfiges Team der Projektingenieure bei den sogenannten „Eigenregieprojekten“ im Netz Berlin. Wir koordinieren das Gesamtprojekt und kümmern uns darum, dass zum Beispiel bestimmte Maßnahmen gebündelt und Synergieeffekte genutzt werden. Die einzelnen Baumaßnahmen haben jeweils ihre eigene Projektleitung. Wir behalten im Blick, welcher Streckenabschnitt wann frei ist für einzelne Bauarbeiten. Dabei gilt es auch, mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen, wenn beispielsweise mehrere Arbeiten nah beieinander im gleichen Zeitraum stattfinden sollen, die sich dann aber ins Gehege kommen.  

Was sind die größten Herausforderungen bei diesem Projekt? 

Die größte Herausforderung ist sicherlich die hohe Anzahl von Beteiligten aus den verschiedensten Gewerken, wie Gleisbau, Leit- und Sicherungstechnik oder Ingenieurbau. Darum stimmen wir uns regelmäßig in Koordinierungsrunden ab. Zu unseren wichtigsten Aufgaben gehört auch, die Logistik zu optimieren: Die Züge für den Materialtransport zu den Baustellen müssen über den Außenring auf die Stadtbahn geführt werden, was bei der hohen Auslastung im Schienenverkehr mit Fingerspitzengefühl geplant werden muss. 

Was reizt Sie persönlich an dieser Aufgabe?

Ich mag Herausforderungen und koordiniere gern. Das Schöne ist ja, bei der DB gibt es für alles eine Expertin oder einen Experten, und alle sind bereit, ihr Wissen zu teilen. Das ist ein bisschen wie bei einem Orchester: Wir dirigieren, aber jede:r spielt das Instrument selbst und weiß am besten, wie sie oder er damit umgeht. 

Außerdem ist dieses Projekt fachlich und menschlich sehr vielseitig, weil unterschiedliche Gewerke und Charaktere zusammenkommen. Dabei lerne auch ich immer wieder dazu. Und egal, wie unterschiedlich die Perspektiven manchmal sind, am Ende sind wir ein großes Team und haben ein gemeinsames Ziel: Die Bahn muss fahren! Und zwar langfristig stabil und mit zufriedenen Kunden. Darauf bin ich nach getaner Arbeit auch stolz.  

Zur Person: Katja Bleich


Katja Bleich von DB InfraGO leitet das fünfköpfige Team der Projektingenieure bei den sogenannten Eigenregieprojekten im Netz Berlin. Das Team koordiniert das Gesamtprojekt, wobei die einzelnen Baumaßnahmen jeweils ihre eigene Projektleitung haben. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört dabei, Synergieeffekte zu schaffen sowie den Überblick zu behalten, welcher Streckenabschnitt wann für welche Bauarbeiten frei ist.