Artikel: Ab 1. Januar 2027: Neue Fahrpreise im VBB-Tarif
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erhöht seine Ticketpreise zum 1. Januar 2027 um durchschnittlich 3,7 Prozent. Die gute Nachricht: Nicht alle Fahrausweise werden teurer. So bleibt zum Beispiel der Einzelfahrausweis Regeltarif Berlin AB im Preis stabil und kostet weiterhin 4 Euro.
Ähnlich verhält es sich mit den Einzelfahrausweisen Regeltarif AB in den kreisfreien Städten Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus. Sie kosten weiterhin 2,70 Euro. Auch der Preis für die 4-Fahrten-Karten ändert sich hier nicht. Mit einem Preis von 3,30 Euro pro Fahrt bleibt die 4-Fahrten-Karte Berlin AB weiterhin eine günstige Alternative für Gelegenheitsfahrer:innen. Sie kostet zukünftig 13,20 Euro (bisher: 12,40 Euro). Die Tageskarte VBB-Gesamtnetz kostet ab 2027 29,60 Euro (bisher: 28,50 Euro). Der Preis für den Einzelfahrausweis Berlin ABC steigt auf 5,20 Euro (bisher: 5 Euro). In Potsdam kostet der Einzelfahrschein AB ab kommendem Jahr 3,10 Euro und wird damit zehn Cent teurer. Die Preise für Abos wie zum Beispiel die VBB-Umweltkarte werden ebenfalls angepasst.
Deutschlandticket wird teurer
Der Preis des Deutschlandtickets steigt zum 1. Januar 2027 von 63 Euro auf 66,80 Euro im Monat. Das Deutschlandticket Job kostet künftig 63,46 Euro. Der Mindestzuschuss durch Arbeitgebende beträgt 16,70 Euro, sodass der Preis für Endkund:innen bei maximal 46,76 Euro liegt. Die Kund:innen müssen der Preisanpassung zustimmen. Mehr Informationen dazu folgen in der punkt 3-Ausgabe vom 22. Oktober.
Reaktion auf hohe Kostensteigerungen
Die Tarifanpassung sei nötig, um auch künftig ein verlässliches, leistungsfähiges und attraktives ÖPNV-Angebot sicherzustellen, heißt es in einer Mitteilung. Der VBB reagiere damit auf die weiterhin hohen Kostensteigerungen im öffentlichen Personennahverkehr, die auch andere Branchen betreffen. Insbesondere die Entwicklung der Inflationsrate sowie die notwendigen Investitionen in Fahrzeuge, Infrastruktur und einen modernen und leistungsfähigen ÖPNV seien eine große finanzielle Herausforderung für die Verkehrsunternehmen.
Grundlage für die Anpassung ist das VBB-Tarifentwicklungsverfahren. Der VBB-Tarifindex berücksichtigt die Entwicklung relevanter Kostenfaktoren wie Lebenshaltung, Strom und Kraftstoff über einen Zeitraum von 60 Monaten. Auf dieser Grundlage wurde die notwendige Anpassungshöhe der Fahrpreise ermittelt.
Fahrausweise zur Entwertung, die im Voraus erworben wurden und deren Preise sich zum 1. Januar ändern (beispielsweise Einzelfahrausweise oder Abschnitte der 4-Fahrten-Karte), behalten noch bis zum 30. Juni 2027 ihre Gültigkeit.
Info
Alle neuen Fahrpreise sind unter vbb.de/tickets abrufbar.
Text: punkt 3, 08.10.2026