Durchlässigere Scheiben dank Lasertechnologie

Zum Inhalt springen
DB Regio Nordost sorgt für besseren Handyempfang in Doppelstockzügen

Wer in den vergangenen Monaten mit einem modernisierten Doppelstockzug von DB Regio Nordost auf der Linie RE3 unterwegs war, hat es sicher schon bemerkt: Der Handyempfang im Servicewagen, der sich in der Zugmitte befindet, ist besser. Grund dafür ist, dass die Fensterscheiben während des aktuellen Umbaus der Doppelstock-Mittelwagen mit einer speziellen Lasertechnologie behandelt werden.

Roter Doppelstockzug in einer Halle, eine Tür steht offen, davor eine kleine Leiter.
Der erste Servicewagen mit gelaserten Scheiben.

Das moderne Verfahren funktioniert so: Auf den Scheiben befindet sich eine hauchdünne Metallschicht. Sie hat den Zweck, die Sonneneinstrahlung zu verringern – behindert aber auch den Mobilfunk. Deshalb versehen Roboter die Metallschicht mit einem feinen Muster. So werden die Scheiben für das Handysignal praktisch so durchlässig wie normales Fensterglas.

Nahaufnahme einer Scheibe, darauf zu sehen ist ein feines, quadratisches Muster.
Roboter versehen die Metallschicht auf den Fenstern mit einem feinen Muster.

Das Lasern der Außenfenster läuft seit Januar 2026 im Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung in Wittenberge. Etwa bis Mitte 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Das Projekt hat keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb, da das Lasern parallel zum Umbau der Doppelstockzüge passiert“, erläutert Niklas Osbahr, Fahrzeugingenieur bei DB Regio Nordost. „Die Fahrzeuge müssen also nicht noch mal separat in die Werkstatt.“

Portrait eines jungen Mannes, der mit verschränkten Armen vor einem roten Regionalzug steht.
Niklas Osbahr, Fahrzeugingenieur bei DB Regio Nordost

Das Lasern aller Scheiben eines Zuges dauert in der Regel einen Tag – je nachdem, wie viele Roboter eingesetzt werden können. Aktuell ist etwa die Hälfte der Züge fertig. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 können Fahrgäste dann sukzessiv auch auf den weiteren Strecken der RE4 und RE5 im neuen Netz Nord-Süd die Vorzüge der modernisierten Doppelstockzüge genießen.

Info

  • Die moderne Lasertechnologie für besseren Mobilfunkempfang ist bereits bei 21 Zügen des Typs „Talent 2“ (ET 442) zum Einsatz gekommen.
  • Diese sind seit Ende 2024 auf den Strecken RE7 (Dessau – Senftenberg), RB20 (Oranienburg – Potsdam) und RB23 (Golm – Flughafen BER) unterwegs. Daneben sind in Brandenburg auf den Linien RE10 (Leipzig – Frankfurt/Oder) und RE11 (Leipzig – Hoyerswerda) Züge der DB Regio Nordost vom Typ Siemens Mireo mit mobilfunkdurchlässigen Scheiben im Einsatz.
  • Zusätzlich zu den gelaserten Außenscheiben sind diese Züge auch mit WLAN ausgestattet.

Text: Josephine  Mühln, punkt 3, 22.10.2026