Wasser marsch in Cottbus

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Eine Familientour zu Wasserspaß und Raubtierschau

Rumtollen im Wasser, „gefährlichen“ Raubtieren Auge in Auge gegenüberstehen und mit nostalgischer Dampflok oder modernem ICE auf Schmalspur durch den Spreeauenpark brausen – all das kann man an einem Sommer-Sonnen-Tag in Cottbus erleben. Also, rasch die Badesachen eingepackt, die Kids geschnappt und los geht’s zum großen Familien-Abenteuer.

Vom Bahnhof sind es nur rund 800 Meter zum Wasserspielplatz im Eliaspark. Dieser Park entstand bereits 1902. Benannt wurde er nach seinem Stifter, dem Cottbuser Kommerzienrat Hermann Elias. Durch ein kleines Wäldchen führt der Weg parallel zum Stadtring und über die Willy-Brandt-Straße. Schon kommt das Wasserparadies in Sicht, das den Verlauf der Spree nachvollzieht – im Miniformat natürlich. Dargestellt werden hier die Quelle der Spree in Sachsen und der Spremberger Stausee mit seinen Wasserreglern. 

Ein Junge spielt auf einem Wasserspielplatz.
Wasserspielplatz Eliaspark

Auf dem Matsch-Tisch können die Kids nach Herzenslust Pampe produzieren. Auch Rollstuhlfahrende können ihn nutzen, denn er ist unterfahrbar. Finanziert wird der Wasserspielplatz übrigens über Spenden, die die Bürgerstiftung Cottbus einwirbt. Der Wasserspielplatz wird täglich ab 9.30 Uhr betrieben. Die drei Quellen laufen dabei abwechselnd in Intervallen über den gesamten Tag. Zwischen den einzelnen Betriebsphasen gibt es kurze Pausen. Das letzte Intervall startet um 17 Uhr. Noch etwas Geduld ist hingegen bei zwei Kletterfelsen gefragt. Diese Bereiche bleiben vorerst geschlossen.

Genug im Wasser getobt und gematscht? Dann geht’s jetzt zu wilden Tieren in den Cottbuser Tierpark. Mit 25 Hektar ist er der größte Tierpark im Land Brandenburg. Gelegen direkt an der Spree, zwischen dem Branitzer Park (Pücklerpark) und dem Spreeauenpark bietet der Park eine idyllische Atmosphäre mit über 1.300 sehenswerten Tieren. Von Ara bis Zebra erleben Besucher:innen hier mit über 170 Arten die Vielfalt von sechs Kontinenten, darunter Elefanten, Leoparden, Affen, Tapire und eine Fülle von Stelz- und Wasservögeln. Ein beliebter Anziehungspunkt besonders für die Kinder ist der große Streichelzoo. Bei den kommentierten Schaufütterungen erfahren die Besucher:innen zahlreiche interessante Informationen über die Tiere. 

Seit über 70 Jahren unter Volldampf

So viel Action macht müde. Wie gut, dass es da die Parkeisenbahn gibt! Im Sommer fast täglich und im September/Oktober an den Wochenenden dreht sie ihre Runden auf Spurweite 600 Millimeter durch die schöne Parklandschaft von Cottbus. Zum Vergleich: Die DB hat eine Spurweite von 1.435 Millimetern.

Vom Bahnhof Zoo geht es nun mit der Parkeisenbahn ganz bequem zum Bahnhof Sandower Dreieck, dem Betriebshof der Schmalspurbahn. Seit über 70 Jahren dampft die Cottbuser Parkeisenbahn durch den Südosten der Stadt und begeistert Jahr für Jahr Klein und Groß für Eisenbahnen, Kohle und Stellwerke. Vor allem Kinder und Jugendliche organisieren hier ehrenamtlich als Schaffner:innen und Zugbegleiter:innen den Fahrbetrieb.

Eine Gruppe Kattas mit großen gelben Augen und schwarz-weiß gestreiftem Schwanz.
Kattas im Tierpark Cottbus

Den Ausgangspunkt der 3,2 Kilometer langen Rundfahrt der Parkeisenbahn Cottbus bildet der Bahnhof Sandower Dreieck. Die Strecke führt vorbei am Stadion, entlang des Spreeauen- und Tierparks bis nach Branitz. Zusätzlich zum Saisonbetrieb zwischen April und Oktober finden ganzjährig abwechslungsreiche Themenfahrten und Events statt. So gehört in jedem Jahr das Kinder- und Familienfest zur Parkeisenbahntradition.

Nicht nur für die Kleinen lohnt sich der Besuch. Gerne erklären die Parkeisenbahner und Parkeisenbahnerinnen die spannende Technik der Stellwerke und Fahrzeuge auch großen Gästen. Vom Endbahnhof der Parkeisenbahn ist es nur noch ein Katzensprung zum „großen“ Bruder, dem Bahnhof Cottbus-Sandow. Rein in die Regionalbahn und ab nach Hause. Was für ein aufregender Tag!

Tipps für den Ausflug

Elbenwald FestivalDas Elbenwald Festival kommt in den Spreeauenpark Cottbus! Vom 7. bis 9. August verwandelt sich das ehemalige Gelände der Bundesgartenschau in eine fantastische Parallelwelt für Musik- und Filmfans. Als deutschlandweit einzige Veranstaltung verbindet das Elbenwald Festival die Formate Musik-Festival und Fan-Convention.Weitere Informationen hier: elbenwald.de/festival

Extratipp: Auch die Parkeisenbahn Cottbus verlängert am 7./8. August ihren Fahrbetrieb und lädt zu einer bunten Reise durch die Nacht. Die Züge fahren von 20 bis 24 Uhr etwa alle 20 bis 30 Minuten. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Altstadtrundgang „Cottbusser Lieblingsplätze“18. + 25. Juli | jeweils 10–11.30 Uhr Treffpunkt: vor dem CottbusService in der Stadthalle Cottbus | Tickets unter cmt-cottbus.de oder ab 15 Minuten vor der Führung im CottbusService

Gondelfahrten zu den Pyramiden26. Juli | 11–12 UhrWeitere Informationen hier: cottbus-tourismus.de (Cottbus erleben > Cottbusser Veranstaltungskalender)

Anreise

  • Hinfahrt: z. B. mit dem RE2 um 8.40 Uhr ab Bf Berlin Ostkreuz bis Cottbus Hbf und weiter mit RB46 bis Bf Cottbus-Sandow
  • Fahrzeit: 1 Stunde 30 Minuten
  • Rückfahrt: z. B. um 16.51 Uhr

Ticket-Tipp

Eine 24-Stunden-Karte für die Tour von Berlin nach Cottbus und wieder zurück kostet 38 Euro. Günstiger fährt man mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket. Es gilt Mo–Fr von 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages sowie Sa + So und an Feiertagen von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages. Es kostet 36,50 Euro und kann von Gruppen bis zu fünf Personen genutzt werden. Darüber hinaus können bis zu drei Kinder (6 – 14 Jahre) kostenlos mitgenommen werden.

Wer das Deutschlandticket nutzt, kommt auch damit bis nach Cottbus-Sandow.

Weitere Informationen hier: bahn.de/brandenburg | vbb.de

Text: terra press, punkt 3, 09.07.2026