Persönliche Angriffe sind zum Alltag geworden

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Kampagne fordert mehr Respekt für DB-Mitarbeitende

Angriffe auf Mitarbeitende der Deutschen Bahn (DB) haben zuletzt immer weiter zugenommen. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 3.000 Übergriffe statistisch erfasst. 

Aus diesem Grund wollen die Deutsche Bahn, das Bundesverkehrsministerium (BMV) und der Branchenverband VDV mit der neuen Respektkampagne #mehrachtung ein deutliches Zeichen setzen: Für mehr Rücksicht, mehr Anstand und mehr Respekt gegenüber dem Bahnpersonal.

Plakate sollen Fahrgäste aufrütteln

Insgesamt vier Motive sind seit Anfang Mai auf Bahnhöfen und in Zügen zu sehen. Auf einem davon ist – in Anlehnung an Artikel 1 des Grundgesetzes – zu lesen: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch für alle in Uniform.“ Die Plakate sollen die Fahrgäste aufrütteln und helfen, die steigenden Übergriffe gegen Bahnmitarbeitende einzudämmen.

„Respekt ist die Grundlage für Sicherheit“, sagt Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG. „Mit unserer Kampagne setzen wir ein klares Zeichen: Gewalt und Übergriffe haben bei der Bahn keinen Platz. Unsere Kolleginnen und Kollegen bringen täglich Millionen Menschen sicher ans Ziel – sie verdienen dafür Schutz und uneingeschränkte Achtung.“

Weitere Maßnahmen festgelegt

Die Kampagne ist Teil des auf dem Sicherheitsgipfel beschlossenen „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“. Diesen Gipfel hatte DB-Chefin Palla nach dem tödlichen Angriff auf den Zugbegleiter Serkan Çalar einberufen. Gemeinsam haben DB, Bund, Länder, Gewerkschaften und Verkehrsbranche dort kurz- und mittelfristige Maßnahmen festgelegt.

Pilotprojekt gestartet

DB Regio hat ein Pilotprojekt zur Doppelbesetzung im Nahverkehr gestartet, das bei Mitarbeitenden und Fahrgästen auf große Resonanz stößt. Dafür wird geprüft, auf welchen Linien oder zu welchen Zeiten eine Doppelbegleitung sinnvoll ist. Je nach Gefahrenlage können unterschiedliche Teamkonstellationen, etwa mit Sicherheitspersonal, im Einsatz sein.

Text: punkt 3, 04.06.2026