Fröhliche Stimmung und spannende Eindrücke

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Am 6. Dezember wurde der Start der Netze Elbe-Spree und Lausitz gefeiert

Der Fahrplanwechsel am 11. Dezember ist ein wichtiger Tag für die Mobilität in Berlin, Brandenburg sowie angrenzende Teile Sachsens und Sachsen-Anhalts. Denn in allen vier Bundesländern ändert sich die Nahverkehrslandschaft ab dann umfassend. Der Grund dafür sind gleich zwei neue Netze, die im Nordosten Deutschlands in Betrieb gehen: zum einen das bisher größte deutsche Ausschreibungsnetz Elbe-Spree, zum anderen das Netz Lausitz.

Für die Fahrgäste bedeutet das dichtere Takte, neue Verbindungen und mehr Komfort. In Auftrag gegeben haben all diese Veränderungen die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In Kauf und Modernisierung der zum Einsatz kommenden Fahrzeuge hat DB Regio im Auftrag der Länder rund 300 Millionen Euro investiert.

Meilenstein im Regionalverkehr

Ein solcher Meilenstein im Regionalverkehr will natürlich gebührend gefeiert werden. Aus diesem Anlass fand am 6. Dezember eine Sternfahrt statt. Je ein Sonderzug aus Leipzig und einer aus Berlin mit Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft sowie eigens für das Event geladenen Fahrgästen fuhren nach Cottbus, jeweils ausgestattet mit einem symbolischen Puzzleteil für das jeweilige Netz.

Sie alle konnten sich schon während der Fahrt von den Vorzügen der neuen Fahrzeuge überzeugen – und wurden dabei bestens vom „Mückenheimer Trio“ unterhalten. Die Band sorgte unterwegs für den passenden musikalischen Rahmen in beiden Zügen.

Zwei rote Regionalzüge stehen am Gleis in Cottbus.
Parallele Einfahrt der beiden Sonderzüge aus Berlin und Leipzig in Cottbus.

Nach einem kurzen Fotostopp am Cottbusser Hauptbahnhof ging es dann in die feierlich geschmückte Werkstatt von DB Regio. Große Freude über das neue Angebot und einen entscheidenden Schritt in Richtung Mobilitätswende prägten die Grußworte. „Mit beiden Netzen können wir rund 900 Mitarbeitenden bei DB Regio eine sichere Perspektive bieten: Kundenbetreuer:innen, Lokführer:innen und Werkstattmitarbeiter:innen", sagte Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost. „Wir bilden permanent aus und sichern zukunftsfähige, attraktive Jobs, auch für Schulabgänger:innen, Quereinsteiger:innen und Direkteinsteiger:innen."

Im Anschluss an die Festreden gaben Staatssekretärin Dr. Meike Niedbal (Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz), Egbert Neumann (Leiter Abteilung Verkehr des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg), Thomas Dill (Bereichsleiter Center für Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement beim VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH), Burkhard Ehlen (Geschäftsführer Verkehrsverbund Oberelbe GmbH), Bernd Irrgang (Geschäftsführer Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig) und Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost, den offiziellen Startschuss für die Netze. Gemeinsam mit Dean Balatinac (Leiter Vertrieb Rolling Stock bei Siemens Mobility), Claas Dohrmann (Head of Services, Alstom) und Herrmann Kämling (Projektleiter, DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH) wurde die Inbetriebnahme durch das Zusammensetzen der beiden Puzzleteile offiziell begangen.

Eine Frau in einem blauen Designer-Outfit steht vor einer Wand, auf der ein roter Regionalzug zu sehen ist.
Die Modenschau begeisterte das Publikum. In der Netz-Elbe-Spree-Kollektion trifft modernes Design aus typischen Bahnsitzstoffen auf traditionelle Elemente.

Spannende Eindrücke und fröhliche Stimmung lieferte das anschließende Rahmenprogramm: Dabei wurden alle Teilnehmer:innen in Gruppen durch die modernisierte und neue Fahrzeugflotte geführt. So bot sich eine einmalige Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen in der Werkstatt zu werfen, wo die Doppelstockzüge und Siemens Mireos zukünftig instandgehalten werden. Desweiteren standen Vertreter:innen von Siemens, Alstom und der Fahrzeuginstandhaltung sowie die beiden Projektleiter der DB zur Verfügung, um Fragen rund um das Umbau- und Neufahrzeugprojekt zu beantworten.

Besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Modenschau der Spreewälder Designerin Sarah Gwiszcz, die das aus den Zügen bekannte Karomuster raffiniert in modische Kleidung und Accessoires verwandelte.Mit musikalischer Begleitung brachten die beiden Sonderzüge die Gäste dann am Nachmittag wieder zurück nach Leipzig und Berlin.

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Text: punkt 3, 08.12.2022