Artikel: Drei Sturmtiefs innerhalb kurzer Zeit
Die Sturmtiefs „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ haben den öffentlichen Nahverkehr in Berlin und Brandenburg Mitte Februar zeitweise zum Erliegen gebracht und viele Schäden verursacht. Menschen wurden dabei zum Glück nicht verletzt. Was passiert bei derartigen Wetterphänomenen im Hintergrund? Können Unternehmen wie DB Regio Nordost und die S-Bahn Berlin sich auf solche Extremsituationen vorbereiten?
Bei DB Regio Nordost liefen die Vorbereitungen bereits einige Tage vorher, wie Jens Homeyer, Leiter der Leitstelle+, erklärt. Nächster Schritt: zusätzliche Ressourcen mobilisieren. Dazu gehört beispielsweise extra Personal für die Transportleitung.
Krisenstab informiert regelmäßig
Am Tag des Sturms selbst habe schließlich ein Krisenstab alle paar Stunden über die aktuelle Situation informiert – und die Leitstelle+ konnte entsprechend reagieren. Zu den Entscheidungen, die in solchen Fällen getroffen werden, gehört zum Beispiel, den Betrieb abends früher runterzufahren. Am Morgen konnte dann mit Erkundungsfahrten und reduzierten Geschwindigkeiten gestartet werden.
Trotz aller Vorbereitungen sind Schäden nicht ausgeblieben. Es wurden insgesamt sechs Fahrzeuge beschädigt, davon zwei stärker, sodass es gegebenenfalls zu Kapazitätseinschränkungen auf der Linie RE7 kommen kann. Die Aufräumarbeiten werden nach Angaben von DB Regio Nordost noch mehrere Wochen andauern.
Text: punkt 3, 10.03.2022