160 Jahre Strecke Berlin–Cottbus

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Werk Cottbus öffnete seine Türen und präsentierte historische Fahrzeuge

Ein Blick hinter die Kulissen, viele Erinnerungen und jede Menge Eisenbahngeschichte: Zum 160-jährigen Jubiläum der Bahnstrecke Berlin–Cottbus öffnete das DB Regio Werk Cottbus seine Türen für Besucherinnen und Besucher.

Werkleiter Jens Hoche hatte dafür nicht nur das aktuelle Team eingebunden, sondern auch zahlreiche ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt, ob sie die Führungen am 12. September unterstützen möchten. Die Zusage kam offenbar gern: Viele von ihnen kehrten für diesen besonderen Tag an ihre frühere Wirkungsstätte zurück.

Eine Reise durch die Vergangenheit

Einer von ihnen war Arnulf Pieschek. 48 Jahre lang arbeitete er als Elektroniker für die Bahn – und kennt das DB Regio Werk in Cottbus bis heute aus dem Effeff. Bei seiner Führung durch die Werkhallen und den Ringlokschuppen nahm er die Gäste mit auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart des Standorts. Alte Pläne halfen dabei zu zeigen, wie das Werk früher aussah. Und natürlich durften auch persönliche Anekdoten aus fast fünf Jahrzehnten Bahngeschichte nicht fehlen.

Gerade diese persönlichen Einblicke machten den Tag besonders. Gemeinsam mit den aktuellen Kolleginnen und Kollegen von DB Regio Nordost zeigten die ehemaligen Beschäftigten, wie viel Erfahrung, Handwerk und Leidenschaft in der Arbeit vor Ort steckt.

Besucher:innen im Werk Cottbus, im Hintergrund ein Wagen eines roten Regionalzugs.
Ein Blick hinter die Kulissen des Ringlokschuppens – das gibt es nur selten. Junge und ältere Gäste waren begeistert.

Wie werden Loks, Wagenzüge und Triebwagen instandgehalten? Wie lange dauert eine Wartung? Und welche Bauteile müssen wann ausgetauscht werden? Fragen wie diese wurden direkt dort beantwortet, wo die Arbeit täglich stattfindet: in der Werkstatt. Die Besucherinnen und Besucher konnten zahlreiche Fahrzeuge und Führerstände besichtigen. Für den besonderen Anlass waren auf der Drehscheibe eigens Loks aus der gesamten Region zusammengeführt worden – darunter nicht nur Fahrzeuge von DB Regio Nordost, sondern auch einige andere historische Züge, wie die Loks der Baureihen BR 155, BR 232 und VT 772. Besonders Eisenbahn-Fans aus dem Raum Cottbus kamen dabei auf ihre Kosten.

Wer sich selbst einmal wie ein Lokführer oder eine Lokführerin fühlen wollte, konnte am Fahrsimulator Platz nehmen. Unter Anleitung aktueller Auszubildender ging es auf virtuelle Fahrt – inklusive Wetterkapriolen, die für die Testfahrten gezielt „angeschaltet“ werden konnten. Der Simulator wird auch in der Ausbildung und Qualifizierung der Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer von DB Regio genutzt. Für viele Gäste, ob jung oder alt, war die Fahrt ein besonderes Erlebnis. Andere zog es ins Nebengebäude, wo Modelleisenbahnen im Mittelpunkt standen.

Bahngeschichte wurde erlebbar

Mit dem Tag der offenen Tür machte die Werkstatt Cottbus Bahngeschichte erlebbar – und zeigte zugleich, wie moderne Instandhaltung bei DB Regio Nordost funktioniert. Vielleicht hat der Blick hinter die Kulissen bei der einen oder dem anderen sogar Lust auf eine berufliche Zukunft bei der Bahn geweckt.

Text: Sonja Gurris, punkt 3, 24.09.2026